08.11.2013

Künstliche DNA gegen Kupferkabelklau

Mit dem Diebstahl von Kupferkabeln an den Windenergieanlagen von ENERTRAG soll künftig Schluss sein. "Wir haben uns dafür entschieden, die Kabel aller Windkraftanlagen und unsere Lagerbestände mit künstlicher DNA zu markieren", erklärt Konrad Iffarth, Chef der Leitwarte des Energieunternehmens.

In der Vergangenheit habe es mehrere Diebstahldelikte gegeben. "Um dem vorzubeugen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen." Unterstützung bekommt das Unternehmen dabei von der Polizei. Gerald Pillkuhn, Sprecher der Polizei in der Uckermark, ist überzeugt: "Die Markierung mit künstlicher DNA schreckt ab."

Zahlreiche Unternehmen haben ebenso wie Anwohnerinitiativen von der Möglichkeit der Markierung bereits Gebrauch gemacht. "Die Markierung erfolgt mittels einer durchsichtigen Flüssigkeit, die mit einem individuellen DNA-Code versehen ist. Die Flüssigkeit wird auf die entsprechenden Gegenstände aufgebracht, in diesem Fall das Kabel.

Zusätzlich ist die Flüssigkeit mit einem kleinen codierten Metallplättchen ausgestattet. Mittels des Codes ist für die Polizei die Zuordnung des markierten Gegenstandes zu seinem Eigentümer möglich. Das Entdeckungsrisiko von Diebstählen erhöht sich so um ein Vielfaches."

Die Markierung mit künstlicher DNA ist ein präventiver Schritt zur Kriminalitätsbekämpfung. "Natürlich geht es uns dabei auch darum, Ertragsausfällen vorzubeugen. Denn bei einem Kabeldiebstahl steht eine Anlage erst einmal still. Das wollen wir verhindern", so Unternehmenssprecher Robert Döring.

Quelle: Enertrag AG


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